Kartonkennzeichnung: Etikettieren oder direkt bedrucken?
Setzen Sie bei Ihrer Kartonkennzeichnung auf Etikettierung oder Tintenstrahldruck? Die Wahl zwischen den beiden Technologien hängt bei der industriellen Kennzeichnung maßgeblich von den Anforderungen an die Lesbarkeit, Flexibilität, Produktionsgeschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit ab. Ihre Entscheidung sollte sich daher nach Ihrem konkreten Anwendungsfall richten. Ausschlaggebend ist auch, ob es sich um Kennzeichnungen für interne Abläufe oder für externe Partner und Kunden handelt. In diesem Beitrag vergleichen wir beide Verfahren in den wichtigsten Aspekten.
Über uns
Etikettierung und Direktdruck im Vergleich
Sie fragen sich, ob Sie einen Etikettendruckspender benötigen oder ob ein kostensparender Tintenstrahldrucker die Kennzeichnungsaufgabe ebenfalls erfüllt? Wir haben für Sie die applikationsrelevanten Eckdaten der Kartonetikettierung mit denen der Direktbedruckung verglichen.
| Vergleich |
Etikettierung
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Direktdruck
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| Technologie | Automatische Etikettierung | Tintenstrahldruck |
| Druckinhalte |
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| Maximale Auflösung | 600 dpi | 600 dpi |
| Druckgeschwindigkeit | Bis zu 400 mm/s | Bis zu 2.500 mm/s |
| Maximale Schriftbildgröße |
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| Bedruckbare Kartonflächen |
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| Geeignete Oberflächen |
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| Druckfarben |
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| Lesbarkeit | Optimale Lesbarkeit von schwarzer Schrift auf weißem Etikettenmaterial | Gute bis sehr gute Lesbarkeit von schwarzer Tinte auf weißer Kartonage; braune Kartonage kann die Lesbarkeit reduzieren |
| Druckschärfe | Gestochen scharf bei Thermotransferdruck auf Etikettenmaterial | Die Saugfähigkeit der Kartonage kann die Druckschärfe reduzieren |
| Formatwechsel | Kein Wechsel der Etikettengröße im laufenden Betrieb möglich | Wechsel der Schriftbildgröße während des Druckprozesses möglich |
| Verfahrbarkeit des Druckkopfs / der Stempelplatte |
Verfahrbar und variabel, |
Statisch, nicht verfahrbar |
| Maximaler Abstand zwischen Kennzeichnungssystem und Karton |
Groß (dank ausfahrbarer Spendestempel und Blow-on-Verfahren können verschiedene Distanzen überbrückt werden) |
Gering (meist nur wenige mm) |
| Anschaffungskosten | Vergleichbar | Vergleichbar |
| Betriebskosten für Verbrauchsmittel | Höher (Etiketten, Thermotransferfolie) | Niedriger (Tinte) |
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Druckkosten je 1.000 Drucke (bei gleichem Format und Druckinhalt) |
Höher | Niedriger |
Kartons beschriften mit Tinte
Industrielle Inkjet-Drucker bringen Texte, Nummern, Barcodes oder Logos schnell, effizient und berührungslos auf Ihre Kartons am Förderband in der Logistiklinie auf. Sie bieten eine kostensparende Alternative zu herkömmlichen Etiketten und sind mit verschiedenen Drucktechnologien verfügbar.
Piezo Inkjet
Piezo Inkjet Drucker sind ideal für großformatige, hochauflösende Drucke auf Kartons. Sie eignen sich besonders für hohe Druckgeschwindigkeiten und hohe Druckvolumina. Sie besitzen extrem langlebige Druckköpfe, die kaum Wartungsaufwand erfordern. Die großen Tintentanks reduzieren Stillstände und können während des laufenden Betriebs nachgefüllt werden. Durch diese Vorteile erzielen PIJ-Drucker sehr niedrige Kosten pro Druck.
Tipp: Der Markoprint integra PP 108 bicolor kann mit nur einem Druckkopf zwei Farben gleichzeitig drucken, sodass z. B. GHS-Symbole in rot und schwarz auf Kartons aufgebracht werden können.
Thermal Inkjet
Thermal Inkjet Drucker überzeugen mit einem hochauflösenden, sauberen Druckbild, das nahezu jedem Vergleich mit Etiketten standhält – perfekt für zuverlässige Kennzeichnungen mit Barcodes, Produktionsdaten oder Datumsangaben. Sie sind besonders günstig in der Anschaffung und gelten als praktisch wartungsfrei, weil der Druckkopf mit jedem Kartuschenwechsel erneuert wird.
Tipp: Der Markoprint integra Singular 108 wartet mit einer beachtlichen Druckhöhe bis 108 mm und einer Druckauflösung bis 600 dpi auf und ist unsere Top-Empfehlung für kostengünstige Karton-Drucke mit hohen Auflagen!
Continuous Inkjet
Continuous Inkjet Drucker erreichen die schnellsten Druckgeschwindigkeiten unter den Tintenstrahldruckern und eignen sich für kleinere Kennzeichnungen wie Chargennummern oder Haltbarkeitsdaten auf glatteren und lackierten Kartons. Die extrem kurze Tintentrocknungszeit ist zudem prädestiniert für Kartons, die direkt nach dem Bedrucken gestapelt werden.
Fazit
Die Wahl zwischen Etikettierung und Direktdruck hängt bei der industriellen Kennzeichnung maßgeblich von den Anforderungen an die Lesbarkeit, Flexibilität, Produktionsgeschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit ab.
Etiketten bieten einen hohen Kontrast und erfüllen strengste Anforderungen an die Lesbarkeit für Menschen und Maschinen, weshalb sie u. a. bei der Versandetikettierung unverzichtbar sind. Etikettiersysteme sind zudem vielseitiger einsetzbar bei wechselnden Verpackungen mit unterschiedlichen Größen. Zudem können sie weitere Etikettenpositionen (z. B. übereck, von unten) realisieren.
Tintenstrahldrucker sind hingegen bei hohen Geschwindigkeiten und hohen Stückzahlen deutlich kostengünstiger im Betrieb und können Etiketten bei der internen Logistik in vielen Fällen ablösen.
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- Kennzeichnungsverfahren im Vergleich – Etiketten, Tinte oder Laser?
- Was muss man bei der Anschaffung eines Systems beachten?
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