DMC Laserbeschriftung – das sollten Sie wissen!
Der Data-Matrix-Code ist aus der industriellen Kennzeichnung nicht mehr wegzudenken – insbesondere dort, wo wenig Platz, hohe Lesesicherheit und dauerhafte Markierungen gefragt sind. Ob Medizintechnik, Elektronik oder Automotive: Laserbeschriftete DMCs erfüllen zahlreiche Normen und regulatorische Vorgaben. In diesem Beitrag erfahren Sie, warum sich Datamatrix-Codes besonders gut lasern lassen, welche Vorteile die Technologie bietet und worauf es bei der Auswahl des passenden Beschriftungslasers ankommt.
Inhaltsverzeichnis
- Passende Lesetipps aus dem Bluhm Blog
- Wieso Datamatrix-Codes lasern?
- Vorteile der Laserbeschriftung:
- Passende Lesetipps aus dem Bluhm Blog
- Wie wähle ich den passenden Beschriftungslaser?
- Wie soll Ihre Laserbeschriftung aussehen?
- Die unterschiedlichen Lasertypen
- Lassen Sie Ihr Produkt bei Bluhm Systeme bemustern!
Der Data-Matrix-Code (DMC) ist ein zweidimensionaler Barcode, der eine besonders große Zeichenzahl auf kleinster Fläche verschlüsseln kann. Im Gegensatz zum eindimensionalen Strichcode genügt für seine Maschinenlesbarkeit ein wesentlich geringerer Kontrast. Er hat außerdem eine höhere Fehlertoleranz und kann in beliebiger Drehung von einem Kamerascanner ausgelesen werden.
Der DMC ist normbasiert und gilt als Industrie-Äquivalent zum ähnlich aussehenden QR-Code. In vielen Kennzeichnungsrichtlinien ist seine Verwendung vorgeschrieben, unter anderem für die Unique Device Identification (UDI) von Medizinprodukten oder im Rahmen der EU-Fälschungsschutzrichtlinie für Arzneimittel. Aber auch in anderen Bereichen der industriellen Produktion ist er aufgrund seiner Vorteile nicht mehr wegzudenken.
Fragt sich nur, wie man einen DMC am besten auf seine Produkte aufbringt? Als Top-Lösung gilt die Laserbeschriftung. Warum das so ist und was es dabei zu beachten gibt, erklären wir in diesem Blogbeitrag.
Wieso Datamatrix-Codes lasern?
Eine lückenlose Rückverfolgbarkeit von Bauteilen und sicherheitsrelevanten Komponenten hat für die Verbrauchersicherheit höchste Bedeutung – vor allem in der Elektronikbranche, Medizintechnik und Automobilindustrie. Sollte aufgrund von Mängeln beispielsweise ein Produktrückruf notwendig werden, lassen sich die im Umlauf befindlichen betroffenen Chargen (oder sogar einzelne Exemplare) anhand individueller Kennzeichnungen zuverlässig erkennen. Gleichermaßen schützen sie vor Haftungsansprüchen, die auf gefälschte Waren zurückzuführen sind.
Selbstverständlich gibt es noch viele andere gute Gründe, um auf Data-Matrix Codes zu setzen. Sie dienen vielen Unternehmen auch als Hilfsmittel für die Qualitätssicherung, als wirksamer Plagiatsschutz oder auch bei der Digitalisierung und Automatisierung. In intelligenten Fabriken, wo hochindividualisierte Produkte mit Losgröße 1 hergestellt werden, teilen sie zum Beispiel Pick-and-Place-Robotern den nächsten Arbeitsschritt mit. Komplette Fertigungsprozesse können auf diese Weise ohne menschliches Zutun ablaufen.
Vorteile der Laserbeschriftung:
Die Herausforderung in den oben genannten Szenarien liegt meist darin, dauerhafte und fälschungssichere Kennzeichnungen auf stark begrenztem Raum aufzubringen. Hier punkten Beschriftungslaser im Vergleich zu anderen Kennzeichnungstechnologien ganz besonders mit ihren Vorteilen:
- Laser markieren sowohl stehende als auch bewegte Produkte sehr präzise.
- Sie eignen sich für eine Vielzahl von Materialien (Metall, Kunststoff, Glas, Holz u.v.m.)
- Sie erzeugen platzsparende, haarfeine Kennzeichnungen bis unter 5×5 mm.
- Sie ermöglichen blitzschnelle Markiervorgänge und halten so mit rasanten Produktionsgeschwindigkeiten schritt.
- Laserbeschriftungen sind permanent und abriebfest. Sie können (je nach Oberflächenbeschaffenheit) entweder kontrastreich oder unauffällig sein.
- Laser benötigen keine Verbrauchsmittel wie Tinten, Solvent, Farbbänder oder Etiketten.
- Sie tragen keine Substanzen wie Klebstoff auf das Werkstück auf, sondern markieren es berührungslos.
- Sie eignen sich für empfindliche Produkte, bei denen Prozesssicherheit und bestimmte Toleranzen einzuhalten sind.
- Laser sind wartungsarm sowie verbrauchsmittelfrei und amortisieren sich somit schnell.
Übrigens: Auch in puncto Arbeitssicherheit beim Lasern gibt es Unterschiede. Die Laserstationen von Bluhm Systeme ordnen sich in Laserklasse 1 (nach DIN EN 60825-1) ein. Es wird kein Laserschutzbeauftragter in Ihrem Betrieb benötigt und Ihre Mitarbeiter müssen keine zusätzliche Schutzausrüstung tragen.
Wie wähle ich den passenden Beschriftungslaser?
Teilweise wird eine bestimmte Güte der Lesbarkeit gefordert. Das sogenannte Grading wird nach festgelegten Kriterien (ISO/EC, ANSI) bewertet. Die Qualität einer Beschriftung hängt vom zu kennzeichnenden Material, von der Markierzeit, vom verwendeten Lesegerät und vom eingesetzten Lasertyp ab.
Wie soll Ihre Laserbeschriftung aussehen?
Mittels Laser sind verschiedene Beschriftungsarten bei unterschiedlichen Materialien möglich. Man unterscheidet dabei zwischen Gravieren, Abtragen, Anlassen und Karbonisieren oder Aufschäumen. Durch die Zugabe von Laseradditiven kann unter Umständen ein besserer Farbumschlag erzielt werden. Ein Sonderfall sind bestimmte Metalle, bei denen sich per Laserstrahl bunte Anlassfarben erzeugen lassen. Wussten Sie, dass man auch Lebensmittel lasern kann und dies im Vergleich zu Plastikverpackungen viel umweltfreundlicher ist? Mehr Informationen zu den Möglichkeiten auf verschiedenen Oberflächen für die Laserbeschriftung erhalten Sie in unserem Laserkonfigurator.
Laserbeschriftung mit Datamatrix auf PVC-Kunststoff
Laserbeschriftung mit Datamatrix auf Metall
Laserbeschriftung mit Datamatrix auf einer Faltschachtel
Die unterschiedlichen Lasertypen
Die Wahl des passenden Lasers spielt eine entscheidende Rolle für das Markierergebnis. Es gibt verschiedene Lasertypen, die sich jeweils für verschiedene Einsatzgebiete eignen:
- CO₂-Laser kennzeichnen Papier und Karton, Kunststoff, Gummi, Holz, eloxierte Oberflächen sowie Glas und Keramik problemlos.
- Faserlaser sind besonders geeignet zur Kennzeichnung von härteren Materialien wie Edelstahl und Kunststoff (ABS), aber auch feinen Folien.
- UV-Laser entwickeln kaum Wärme, daher können empfindlichere Materialien wie Folien, Kunststoffe, Gummi, Glas und Keramik schonend gekennzeichnet werden, ohne sie durch Hitze zu beschädigen.
Lassen Sie Ihr Produkt bei Bluhm Systeme bemustern!
Mustererstellung im Bluhm Laser-Labor
Sie möchten wissen, welcher Lasertyp und welches Markierverfahren für Ihr Produkt geeignet ist? Sehen Sie selbst, wie die Laserbeschriftung auf Ihrem Muster aussehen könnte. Dazu schicken Sie uns einfach Ihr zu kennzeichnendes Werkstück sowie die Informationen, die Sie aufgebracht haben möchten. Wir erledigen den Rest und beraten Sie persönlich zu der optimalen Lösung für Ihre Kennzeichnungsanwendung:
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- Wie und auf welchen Oberflächen funktioniert die Laserbeschriftung?
- Welche Arten von Beschriftungslasern gibt es?
- Wie finde ich den passenden Laser für meine Anwendung?